Travel Blog | Bali

25. Juli 2019
Travel Blog | Bali

Blogpost enthält Werbung aufgrund Nennung von Hotels, Fluggesellschaften, etc.

Draußen ist es kalt und grau. Meine Freundin Jane und ich sitzen mit einem heißen Kaffee und süßen Snacks im Wohnzimmer bei mir zuhause. Es ist Anfang des Jahres und unsere Lust auf Tage voller Sonnenschein steigt ins Unermessliche. Wir hätten uns die kommende Sommerkollektion der bekanntesten Designer anschauen können. Wir hätten nach der neuesten Bademode für Katzen stalken und meinen Kater Carlo in die Summerqueen 2019 verwandeln können. Wir hätten beim Lieferservice anrufen und eine Pizza Hawaii bestellen können. Haben wir aber nicht. 
Wir haben einen Bali Urlaub gebucht. 

Ihr süßen Palmenwedel,
ganz offen und ehrlich kann ich euch hiermit verkünden: Das war mit die beste Entscheidung aller Zeiten! Das kann ich zu 100% behaupten. Jetzt. Zu dem besagten Zeitpunkt, als Jani und ich voller Vorfreude und aufgeregten, regenbogenfarbenen Delfinen im Bauch die Buchung tätigten, war das jedoch noch nicht der Fall. Nach Pfadfind-hafter, CSI-mäßiger, NSA-ähnlicher Suche im Internet nach dem billigsten Flug sind wir auf die Fluglinie Scoot gestoßen. Über eine spanische Seite wollten wir unser Konto um ein paar Moneten erleichtern und uns einen Platz in dem Flugzeug sichern. Die anfängliche Euphorie, augenblicklich loszuscooten, wandelte sich schneller in Panik um, als Pumuckl sich vor anderen Personen außer seinem Meister Eder unsichtbar macht. Das Geld war abgebucht, die Buchungsbestätigung blieb aus. Und auch bei der Eingabe der vorläufigen Buchungsnummer auf der Website erschien ein dickes, rotes FLIGHT NOT FOUND. Wie zwei verzweifelte Pinguine rannten wir im Kreis und wussten nicht mehr, welche kriminellen Wege wir als nächstes einschlagen sollten, um es der spanischen Reiseagentur heimzuzahlen.

Zwei Telefonate in gebrochenem Schulspanisch und leicht bis abnormalen Schweißausbrüchen später, gab es dann Entwarnung. Die Spanier kamen ihrem entspannten Ruf nach und brauchten einfach nur etwas länger, um unsere Buchung zu bearbeiten. Heilige Pinguinfrisur – was für ein Schock!

Nach Monaten des ungeduldigen Wartens ging es dann endlich los.
Vamonos, Scoot – auf nach Bali!

Da wir so viel von der indonesischen Insel wie möglich sehen wollten, buchten wir uns von Anfang an zwei verschiedene Hotels über Expedia. Wir begannen unsere Traumreise in Ubud, in dem wunderschönen Hotel Arma Museum & Resort. Vom Flughafen aus fuhren wir eine gute Stunde mit einem der offiziellen Flughafentaxis. Wir würden euch auch immer empfehlen, eines dieser Taxis zu wählen, da dies die günstigste Variante ist. Abseits des Flughafens sind die „Blue Birds“ super – sie sind sogar easy per App zu ordern.

Falls eure Abenteuerlust über das Taxifahren hinausgeht, solltet ihr euch auf jeden Fall einen Roller mieten. Das geht in fast jedem kleinen Dorf oder sogar im Hotel und macht unfassbar viel Spaß! Aber Achtung: Ein internationaler Führerschein ist Pflicht und ihr solltet nach einem Helm verlangen. Und natürlich: Ihr kachelt auf der linken Straßenseite. Attention!
Ich möchte gar nicht wissen, was die Mitarbeiter der Rollervermietung dachten, als Jani und ich zu zweit, wackelnd und umherschlingernd auf einem wilden Rollergefährt Richtung Affenwald düsten. Wir hörten sie nur lachend und „be careful, very careful please“ rufend im Hintergrund.
Einigermaßen sicher mit zitternden Knien vor Adrenalin, Aufregung und Spaß kamen wir auch im Ubud Sacred Monkey Forest Sanctuary an. Wir fühlten uns wie zwei todesmutige und absolut coole Harley Fahrer, streiften uns unsere Helme vom Kopf und wurde mehr als beeindruckt von unserem Ziel. Wilde Affen sprangen umher, spielten und zauberten uns ein Grinsen auf unsere Gesichter. Wir schafften es sogar einen Pfleger zu finden, der einen Affen mit ein paar Snacks angelockte, um dann kurz das Handy davor zuhalten und uns ein Affenselfie vom Allerfeinsten zu schenken.

Weitere Highlights in Ubud, die wir von Herzen empfehlen können, sind der Campuhan Ridge Walk, ein wunderschöner Wanderweg und die Tegalalang Reisterrassen. Falls ihr das Gefühl habt, eure Seele wurde schon von zu viel Bösem heimgesucht, ist der Sebatu Tempel für euch perfekt. Hier könnt ihr euch rein waschen und nebenbei noch eine wundervolle Anlage bewundern. Zudem zählt der Pura Besakih Tempel zu einem der schönsten Balis und ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Kleiner Tipp: Wir haben uns für die Sehenswürdigkeiten, die nicht so schnell mit einer harakirimäßigen Rollerfahrt zu erreichen waren, einen Einheimischen gesucht, der auf deutschen Sightseeingtouren spezialisiert ist. Eine tolle Möglichkeit, noch mehr über Balis wunderschöne Ecken zu erfahren!

Am liebsten wären wir noch länger in Ubud geblieben, doch unser zweites Hotel rief bereits nach uns: Das Artotel in Sanur. Modern, künstlerisch angehaucht und in perfekter Strandnähe gelegen, klappte uns bei der Ankunft mal wieder die Kinnlade herunter. Ach so, erwähnte ich den Infinitiv Pool auf dem Dach? Nein?

Es gab einen INFINITY POOL AUF DEM DACH!!!

Nachdem wir die ersten Tage am herrlich erfrischenden Beach von Sanur verbracht haben, ging es erneut auf Entdeckungstour. Wir besuchten einen Einheimischenmarkt mit den frischesten Obst und Gemüsesorten und bestaunten den Wassertempel Ulun Danu. Wir buchten eine Bootstour zu der Insel Nusa Penida und erlebten bei einer rasanten Klettertour zum Kelingking Beach das mit Abstand größte Abenteuer unseres Lebens. An dieser Stelle ist wirklich Vorsicht geboten. Auf unzähligen Blogs wurde der Weg zu einem der schönsten Strände als „anstrengend, aber machbar“ beschrieben. Unserer Meinung nach die Untertreibung des Jahrtausends. Wenn ihr euch das Klettern von steilen Abhängen ohne Sicherung (die abgebrochenen Bambusstäbe an den Seiten zählen NICHT) zutraut, dann go for it. Einen Hitzekollaps später, den wir nur mit Hilfe von anderen Touristen überlebten, hätten wir uns am liebsten gegenseitig geohrfeigt. So eine Aktion würden wir nie wieder machen und die Aussicht von oben auf den bekannten „T-Rex“ ist mindestens genauso schön. Traumhafte Strände gibt es überall – dafür muss man nicht sein Leben riskieren.

Apropos Leben: Ein Highlight, an das wir noch ewig zurückdenken werden, war die Adoption zweier Meeresschildkröten in einer Schildkrötenauffangstation in Sanur. Nach der Taufe von Fridolin Jürgen und Ernest Jürgen wurden die beiden ins Meer entlassen und durften gemeinsam in eine glückliche Schildkrötenzukunft schwimmen.

Soweit, so wund. Meine Finger haben sich langsam heiß geschrieben und ich denke auch eure Augen werden langsam müde. Ich hoffe jedoch, dass ich euch mit diesem Blogpost ein paar Tipps und Erfahrungen mitgeben konnte.

Bali ist wirklich wundervoll, die Menschen sind unfassbar herzlich und das Leben dort ist pures Glück.
Worauf wartet ihr noch?

2 comments

Milli 31. Juli 2019 - 8:14

Ach ich liebe einfach deinen lustigen und ironischen Schreibstil. Schon nach dem ersten Absatz hab ich mich weggeschrien 😀 Ich sag nur: Heilige Pinguin-Frisur ;-D Freut mich auf jeden Fall sehr, dass ihr so einen tollen Urlaub hattet. Das liest sich alles auch wie ein einer Traumurlaub an den ihr euch noch lange erinnern werdet.

Liebe Grüße, Milli
(https://www.millilovesfashion.de)

Reply
Julispiration 1. August 2019 - 13:27

Liebste Milli,
du bist so unfassbar süß – danke dir!
Deine lieben Worte freuen mich immer so sehr.

Liebste Grüße
Juli

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