Let’s do this | Wie man über sich hinaus wächst und was man dabei trägt

12. Oktober 2017
Let’s do this | Wie man über sich hinaus wächst und was man dabei trägt

Ich schubse mich jeden Tag aufs Neue ins kalte Wasser. In diesen Momenten hasse ich mich. Aber wenn ich abends im Bett liege, bin ich glücklich.

Mir fällt es sehr schwer, euch dieses Gefühl zu beschreiben und ich weiß auch nicht genau, was es ist. Es ist einfach da.

Wenn ich es personifizieren müsste, wäre es eine kleine, böse Figur, die mich andauernd schubst. Ins kalte Wasser. Eine Figur, die mir aber auch gleichzeitig wieder heraus hilft, wenn ich zu ertrinken drohe und mir dann sagt: „War doch gar nicht so schlimm. Wenigstens hast du es versucht.“
In den Zeiten, in denen die Figur mich in Ruhe lässt, kämpft sie in meinem Kopf mit einem anderen Gefühl, welches ich als dicke, faule Hummel beschreiben würde, die fröhlich vor sich hin summt und entspannt durch die Gegend flaniert.
Die Hummel möchte den gesamten Tag entweder nur rumliegen und essen, oder shoppen.
Kurzer Einwurf an dieser Stelle: Ich bin nicht verrückt. Weiterlesen und abwarten.

Die kleine, faule Hummel wird also täglich von der bösen Figur angeschrien oder eingesperrt und dafür bin ich ihr sehr dankbar.
Die Figur zwingt mich, täglich über meinen Schatten zu springen und Neues zu wagen. Und: Sie wächst mit jedem Erfolg.

Vor ein paar Jahren tat ich viele Dinge mit großem Widerwillen: präsentieren, telefonieren, Klausuren schreiben.
Ich war entweder zu schüchtern oder schlichtweg zu faul.
Wenn eines dieser Dinge anstand, wäre ich am liebsten weg gerannt und die Hummel wäre zustimmend neben mir her geflogen. Doch irgendwann kam der Punkt, an dem ich darauf keine Lust mehr hatte. Ich hatte keine Lust mehr auf die Eigenschaft, Aufgaben vor mir her zu schieben oder vor ihnen davon zu laufen!
Die kleine Figur begann, sich für jede Präsentation zu melden, jede Angelegenheit, welche man auch hätte per Mail klären können, telefonisch zu regeln und für jede Klausur ausreichend zu lernen. Das laute Schreien der faulen Hummel „Ich will das nicht, können wir nicht schlafen?“ wurde eiskalt ignoriert und Dinge wurden durchgezogen.

Mittlerweile liebe ich es, zu präsentieren und habe dadurch sogar meine Leidenschaft entdeckt: Das Moderieren. Egal ob vor laufender Kamera oder live vor 500 Leuten – ich liebe es und das hätte ich mir früher nicht mal im Traum vorstellen können. Telefonieren kommt mir wie eine Erleichterung vor und Klausuren schreibe ich zwar nicht gern, aber größtenteils gut vorbereitet und ohne Wenn und Aber.

Denkt an das Gefühl, welches in euch erweckt wird, wenn ihr etwas getan habt, wovor ihr Angst hattet oder etwas, das schon längst überfällig war. Dieses Gefühl ist so unbeschreiblich befreiend und allein der Gedanke daran wird euch die nötige Motivation geben.

Selbstverständlich muss sich eure innere Einstellung nun auch nach außen wiederspiegeln und dafür habe ich das perfekte Outfit. Agentenmäßig in Schwarz, bereit für die Weltherrschaft.
In die Hose mit den Goldknöpfen von H&M habe ich mich natürlich sofort verliebt und auch den Rollkragenpullover möchte ich am liebsten jeden Tag tragen. Die kleine Tasche habe ich von Mango und die Sonnenbrille von GUESS.

Also, ihr Lieben, drückt es aus, wie ihr wollt. Sperrt die Hummel ein (am Wochenende darf sie raus), springt über euren Schatten, besiegt euren Schweinehund und hört auf eure kleine, böse Figur, welcher ihr abends sehr dankbar sein werdet. Probiert Neues und strebt nach dem ganz Großen!
Allein der Gedanke daran, dass man sein Ziel erreichen WILL, ist bereits der halbe Weg zum Erfolg.
Let’s do this!

 

 

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