Hallo meine Lieben,

viele von euch haben sich diesen Beitrag gewünscht. Nun ist er da!
Ich werde euch hier alles darüber erzählen, welche Schritte nötig sind, um mit seinem Blog Geld zu verdienen und so richtig durchzustarten.

Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich diesen Beitrag schreiben darf, da ich mit dem Start meines Blogs niemals damit gerechnet hätte, auch nur einen Cent zu verdienen.
Jedoch wird man schneller als man denkt von Firmen angeschrieben, die gern eine Kooperation eingehen möchten.
Hierbei kann es sich „nur“ um materielle Gegenstände handeln, welche auf dem Blog vorgestellt und mit einer ehrlichen Meinung vertreten werden sollen.

Es gibt jedoch auch den Fall, dass man von Agenturen oder den Unternehmen direkt angeschrieben wird. Meistens bekommt man dann ein Thema, eine Internetseite oder eine bestimmte Kollektion und darf frei darüber schreiben.
Selbstverständlich steckt dahinter eine Menge Arbeit. Es muss organisiert, geplant, geshootet und geschrieben werden, doch dafür wird man schließlich auch entlohnt.
Ich denke, dass den meisten gar nicht bewusst ist, wie viele Möglichkeiten in einem Blog stecken, da der Beruf „Blogger“ an sich noch relativ unbekannt ist.

Doch was muss man eigentlich alles beachten?
Darf man einfach so Geld annehmen?

Natürlich nicht! Hier kommen die Schritte in Kurzform:

1. Ab zum Gewerbeamt!
Sobald man mit seinem Blog nicht mehr nur private Zwecke verfolgt, muss die Selbstständigkeit angemeldet werden.
Wichtig hierbei ist, dass man das Gewerbeamt zugehörig zu seinem Wohnsitz auswählt. Wohnt man auf dem Dorf, welches zu einem anderen Kreis gehört als die nächste Stadt, geht es zu dem für diesen Bezirk zuständigen Amt. (Das war im Übrigen mein erster Fehler;-) )

2. Gewerbeschein ausfüllen.
Ich hatte das Glück, dass die freundliche Mitarbeiterin des Amtes so gut wie alles für mich ausgefüllt hat.
Ihr müsst lediglich euren Personalausweis und etwas Bargeld mitnehmen. Bei mir hat es 25€ gekostet. Als Beschreibung für euren Blog nehmt am besten: „Dienstleistungen im Internet in Form eines Blogs“. Damit ist eure Tätigkeit gut beschrieben und breit gefächert.

Habt ihr diesen Schritt geschafft, seid ihr offiziell selbstständig und dürft ein Gewerbe betreiben – herzlichen Glückwunsch!

3. Weiter geht’s zum Finanzamt!
Packt euren Gewerbeschein ein und macht euch auf den Weg zum Finanzamt, um eure Steuernummer abzuholen.
Wozu?
Diese Nummer muss auf eure Rechnungen, welche ihr nach getaner Arbeit an die Unternehmen stellt.
Vorteil:
Als Kleinunternehmer müsst ihr in euren Rechnungen keine Umsatzsteuer ausweisen.

4. Marke anmelden.
Zugegeben, dieser Schritt ist nicht unbedingt notwendig. Wenn ihr euch aber 100%ig sicher sein wollt, dass niemand euren Namen „klaut“ oder unter eurem Namen etwas veröffentlicht, dann lasst euch eure Marke beim Deutschen Patent- und Markenamt eintragen.
Auch das hört sich komplizierter an, als es ist.
Ich habe mir einen Anwalt genommen, welcher meine Marke auf Schutzfähigkeit geprüft hat und diese dann an das Patent- und Markenamt weitergeleitet hat.
Wichtig ist, dass eure Marke ausreichend unterscheidungskräftig ist und keine Verwechslungsgefahr mit anderen Marken besteht.
Ein Anwalt hat zudem den Vorteil, dass er euch Vorschläge macht, in welche Klassen und als was eure Marke eingetragen werden sollte. Bei meinem Beispiel handelt es sich um eine Wortmarke. Die Eintragung beim Deutschen Patent- und Markenamt hat insgesamt 290 € gekostet +  150 € Anwaltskosten.
Wie gesagt, ist die Eintragung eurer Marke nicht das Wichtigste, sollte aber bei einem schnellen Wachsen eures Blogs in Betracht gezogen werden.

Falls ihr Fragen oder Anregungen habt, freue ich mich in den Kommentaren darauf. Ansonsten hoffe ich, dass dieser Beitrag eure Erwartungen erfüllt und etwas Licht in das Dunkle gebracht hat. 🙂

eure_juli

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22 replies on “Durchstarten als Blogger – Worauf muss man achten?

  1. Huhu. Richtig richtig toll und ohne unnötiges auf den punkt geschrieben. Danke für den Einblick und hätte ich den früher gelesen hätte es mir zig Stunden googeln erspart. Alles sehr kompliziert mit steuer und co wenn man sich damit noch nie befasst hat. Danke für den Post. 😙

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  2. Hey, Juli
    dein Post ist wirklich mega interessant, vor allem, weil man so etwas im „normalen Alltag“ nicht unbedingt mitbekommt. Dankeschön, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst 😉 ❤
    Lg, Julia

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  3. Liebe Juli, vielen Dank erst Mal für Deinen lieben Kommi auf einem Blog, wie cool, dass Du auch noch nicht bei Netflix bist, da fühle ich mich gleich ein wenig Aussenseiter-mässig hihi..! 😉
    Ein sehr interessanter Post und ich bewundere, dass Du es schon soweit geschafft hast 😀
    Dies ist auch mein Ziel und ich hoffe schwer, dass ich wieder auf Deinen Post zurückgreifen muss / kann, wenn es soweit ist 🙂
    Viele liebe Grüsse und Schneeflöckchen aus der Schweiz
    Janine
    https://www.yourstellacadente.com/

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  4. Liebe Juli,

    du hast Recht – wenn man sich noch nicht mit dem Thema vorher befasst hat, ist einem gar nicht bewusst, welche Möglichkeiten einem ein Blog bietet. Mit dem einen oder anderen Punkt habe ich mich auch schon auseinandergesetzt, das kostet zwar Kraft und Zeit, aber so ist man auf der sicheren Seite.
    Ich finde es toll, dass du deine Marke angemeldet hast – Chapeau!

    Allerliebst und ein schönes Wochenende
    Melina
    http://www.meliabeli.de

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    1. Meine liebe Melina,

      das stimmt! Das Ganze kann einen wirklich Kraft und Zeit kosten. Aber wenn man sein „Blog-Hobby“ wirklich liebt, ist das alles kein Problem – das kennst du mit deinem mega Blog ja nur zu gut. 🙂

      Liebste Grüße und einen tollen Wochenstart!

      Juli

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